Sonntag, 23. Dezember 2007

4. Advent



Frohe Weihnachten und einen gesegneten Start ins neue Jahr!!!
Fotos sind jetzt per Link zu sehen!
Posted by Picasa

Sonntag, 16. Dezember 2007

Wir sind wieder online!!!

Juhchuuu - wir sind endlich wieder drin im Netz. Kaum zu glauben, dass wir auf diese zwei Herren und ihr 10-minuetiges Engagement so lange warten mussten. Konzentrieren wir uns also einfach auf die Freude, die Kommunikationsplattform Internet jetzt wieder voll nutzen zu koennen. 
Einiges haben wir inzwischen erlebt, denn der indische Alltag ist voller kleiner Ueberraschungen. Heute gehoerten dazu zwei giftige Hundertfuessler (nicht wirklich gefaehrlich, aber auch nicht gerade willkommen). Die ebenerdige Lage unserer Wohnunge hat eben auch Nachteile - in dem Fall natuerlich vor allem fuer die beiden ungebetenen Gaeste.

Unterwegs in Chennai: Stuck at Katiparra Junction
Es geschah auf dem Rueckweg von einem Strandausflug: Wir gerieten mit unsere Calltaxi voll in den Verkehr. An einer zentrale Kreuzung ging fuer eine knappe halbe Stunde gar nichts mehr. Rundrum nur Gestank, Autos und alles Moegliche andere dicht an dicht - und dann noch 
ein Kind mit randvoller Blase.  Irgendwann musste es dann einfach sein: Hose runter, Fenster auf, staunende Blicke ignorieren (so einen schoenen hellen Popo sieht man wohl nicht oft hier), und Erleichterung verschaffen. Watt mutt, dat mutt.

Der Ernst des Lebens - Linda in der Schule
Der Start in die Schule ist ja immer ein einschneidendes Erlebnis. Wieviel mehr in einem fremden Land mit fremder Sprache und lauter dunkelhaeutigen Mitschuelern (und Lehrern). Fuer Linda kam noch erschwerend dazu, dass sie nach der ersten Woche krank wurde und gleich wieder zu Hause bleiben musste. Damit war auch jeglicher Wille dahin, sich dieser Herausforderung erneut zu stellen. Am liebsten nur noch in der Wohnung bleiben, so lautete einige Zeit lang ihre Maxime. Da kamen doch ein paar sehr grundsaetzliche Frage auf. Doch nach einer, sagen wir mal ziemlich intensiven Zeit (und neuen Klamotten) war sie dann doch noch die letzte Woche vor der Weihnachtspause in der "Asha Kendra Christian School".

Ach ja, Weihnachten ...
Nein, vergessen haben wir das nicht - aber viel erinnert hier auch nicht daran. Weder bei uns zu Hause (man findet kaum Weihnachtsschmuck, zumindest nach unserem Geschmack), noch in der Stadt. Zumindest bei uns hat sich das aber gestern doch etwas geaendert - wir haben uns einen kleinen Ofen gegoennt, und darin sind gestern echte, selbstgebackene Weihnachtsplaetzchen entstanden. Was fuer eine Kostbarkeit! 
Die Christen in der Stadt sorgen aber doch dafuer, dass Weihnachten nicht ganz untergeht. Sowohl die Saviour Jesus School als auch die Asha Kendra haben ein relativ aufwaendiges Programm fuer Schueler und Eltern praesentiert. Bei Savior Jesus hatten wir zudem einen besonderen Part als aktive Ehrengaeste. Und die Ashraya Gemeinde, der wir uns (nicht zuletzt wegen ihres hervorragenden Kinderprogrammes) angeschlossen haben, veranstaltet ein voraussichtlich absolut geniales Sonderprogramm, das besonders fuer Gaeste ausgelegt ist. Wir haben uns heute schon mal Karten fuer das Event gesichert, denn die werden wohl bald knapp.

Dienstag, 27. November 2007

Warten auf den Anschluss

Seit gut zwei Wochen sind wir nun drin, in unserer "Traumwohnung" mitten in Chennai. Wir haben reichlich Platz, was besonders fuer die Kinder wichtig ist. Aber auch wir geniessen das ganz neue Raumgefuehl in vollen Zuegen, auch wenn die Moeblierung eher uebersichtlich ist. Nun warten wir sehnsuechtig auf unseren Telefon- und Internetanschluss. Falls als jemand schon darauf gewartet haben sollte, hier endlich mal wieder was Neues von uns zu lesen - harrt noch ein wenig mit uns aus. Zu berichten gaebe es genug.

Angeschlagen ...
sind zurzeit die drei Damen des Hauses. Die Symptome sind grippeaehnlich, die Wirkung des Antibiotikums laesst noch auf sich warten. Zudem muss Sarah noch die zwei Tollwut Spritzen verarbeiten, die infolge einer Koeterattacke faellig waren. Ein Wunder, dass das Vieh sie fast nicht verletzt hat, nachdem es zuvor reihenweise fahrende Autos in Don-Quichote-Manier angefallen hatte.

So viel in aller Kuerze aus dem Internetcafe, mehr von uns hoffentlich bald und in Farbe von zu Hause aus.

Montag, 5. November 2007

Wir haben eine Wohnung!

Jawoll, es ist geschafft: Am Sonntag haben wir unserem zukuenftigen Vermieter die Kaution uebergeben und alle wichtigen Einzelheiten besprochen. (Wichtig: Das Foto zeigt unsere jetzige Bleibe!) Nach einigen etwas frustrierenden Erlebnissen bei der Wohnungssuche sind wir sicher, dass Gott uns nun genau in "seine" Wohnung fuer uns gebracht hat. Vielen Dank an dieser Stelle an alle Beter! Am kommenden Freitag werden wir dort einziehen, worauf wir uns schon sehr freuen. Mehr Details und Fotos dann an dieser Stelle. Das bedeutet allerdings auch, dass wir dann auf uns selbst gestellt sind: Bislang wohnen wir ja bei unseren Freunden, die uns nicht nur fuerstlich umsorgen, sondern mit deren Kindern Linda und Lydia sich auch immer mehr anfreunden.

Das Fest der Lichter wirft seine Schatten voraus
Am 8. November wird in Indien das hinduistische Dipali Fest gefeiert, das Fest der Lichter. Dabei geht es neben gigantischer Beleuchtung auch um jede Menge Feuerwerk und Knallerei. Damit faengt man dummerweise aber nicht erst am Vorabend an (wie man es in Deutschland ja von Sylvester kennt), sondern der Verkauf dieser Krachmacher laeuft bereits auf Hochtouren. Gegen Abend erschuettern folgerichtig seit einige Tagen heftige Detonationen die Luft und damit das Gemuet unserer beiden jungen Damen. Natuerlich sind hier alle Fenster offen, so dass man sich dieses Phaenomens kaum erwehren kann. Da das scheinbar wirklich ganz normal ist, scheint es also nicht angebracht, dem einen oder anderen der umherschwadroniererenden Halbstarken mal kraeftig die Ohren langzuziehen - man macht sich ja als Papa so seine Gedanken ...

Ueberhaupt: Die Kinder
Wie erwaehnt spielen sie mitunter sehr lebhaft mit den beiden Jungs von unseren Freunden, wobei sich besonders Philip (6) als sehr fuersorglich erweist. Trotzdem ist die Enge der Wohnung, in der man sich hier scheinbar normalerweise aufhaelt (wenn man nicht gerade in der Schule ist), als echte Herausforderung. Lydia ist leider kaum davon abzubringen, alles, was sie in die Haende bekommt, gleich mal zu probieren. Die Quittung dafuer ist der erste Durchfall unserer Familie. Insgesamt sind wir also nach wie vor weitestgehend gesund, und damit das so bleibt duerft ihr gerne weiter dafuer beten.

Dienstag, 30. Oktober 2007

Angekommen!

Diese Zeilen entstehen bei laufendem Ventilator, geschätzten 28,3°C und ziemlich hoher Luftfeuchtigkeit. Es ist 22:30 Uhr. In Chennai herrscht Regenzeit, aber die Straßen stehen zurzeit nicht unter Wasser. Das größte Hemmnis ist ohnehin der Verkehr. Heute ist unser zweiter Tag in der 8 Millionen Metropole zu Ende gegangen, und wieder haben wir lange Zeit auf den Straßen verbracht.

Wohnung gesucht
Trotz einiger vielversprechender Aussichten: Bislang haben wir keine Wohnung. Wir leben momentan in einem kleinen Apartment bei unseren Freunden. Es ist zwar recht eng, erleichtert aber für uns den Einstieg sehr. Wir werden umhergefahren, bekocht und rundum versorgt, was besonders im Blick auf die Wohnungssuche sehr wertvoll ist. Denn neben dem bloßen Wissen, wie man dabei am besten vorgeht, sind Beziehungen hier das A und O.

Wie geht's uns denn so?
Nach der etwas missglueckten Anreise fuehlen wir uns gut aufgehoben. Die Kinder haben viel zu sehen und zu staunen, bisher machen sie das Ganze gut mit. Wir haben schon die erste Kuh gestreichelt (bitte nicht unserem Tropendoc sagen) und sogar schon einen Spielplatz besucht. Dank unserer Freunde gibt es auch mit dem Essen kaum Probleme, dazu kommt, dass man in Chennai fast alles kaufen kann. Der Laerm, Schmutz, chaotische Verkehr und die totale Abhaengigkeit von anderen sind allerdings schon etwas belastend, aber das gehoert wohl dazu. Wir freuen uns jedenfalls auf unsere Wohnung, denn irgendwo da draussen ist sie ...


Donnerstag, 25. Oktober 2007

Wie schön, dass Du geboren bist ...

Zwei Jahre ist sie heute alt geworden, unsere Lydi, und das haben wir gebührend gefeiert. Telefonische Glückwünsche nimmt sie gerne entgegen, singt beim "Happy Birthday" selbst kräftig mit und plappert munter drauflos. Wir haben den Anlass zusammen mit unseren Freunden gefeiert, bei denen wir zur Zeit wohnen.

Ist das wahr???
Ja, wir sind tatsächlich noch in Deutschland. Das war nicht geplant, wir haben schlicht und unerfreulich unseren Flug verpasst. Das hat verschiedene Gründe, die zum Teil nicht in unserer Hand lagen. (Wer möchte, darf uns gerne nach den Einzelheiten fragen.) Nun gibt es am kommenden Samstag einen neuen Anlauf, dieses Mal mit Übernachtung in London. Uns hat diese Änderung neben einigem Ärger auf jeden Fall noch ein paar erholsame Tage bei Freunden nahe Koblenz beschert, die uns fraglos gut tun. Die Kinder, insbesondere Linda, fühlen sich jedenfalls pudelwohl.

Donnerstag, 4. Oktober 2007

Hamburg im Herbst

So voll das Programm während unserer Schulung auch ist, den einen oder anderen Ausflug konnten wir doch schon unternehmen. Schließlich müssen die Kinder (und wir) auch mal raus aus den Schulungsräumlichkeiten. So waren wir unter anderem am Hamburger Hafen, wie auf dem Foto zu sehen ist (St. Pauli Landungsbrücken). Übrigens: Die Kinder fühlen sich äußerst wohl hier, sie werden von allen Seiten umsorgt, haben viel Freiraum in der Einrichtung und noch dazu zwei Babysitter zur Seite gestellt bekommen, wofür wir wirklich dankbar sind.

"Strategien zur Daseinsbewältigung"
... sind nicht etwa das, was wir inzwischen verzweifelt suchen - so lautet schlicht eine Definition von dem, was "Kulturen" eigentlich sind. Es ist nur eines, aber dafür ein höchst interessantes Thema unserer Schulung in Hamburg. Wusstet ihr zum Beispiel, dass es - je nach Kultur - als "korrupt" gelten kann, seine eigene Familie
NICHT mit Geldern zu versorgen, zu denen man von berufswegen Zugang hat (die Rede ist von fremdem Eigentum!)? Oder die eigenen Verwandten NICHT zu bevorzugen, wenn man in einer entsprechenden Position ist? Für uns kaum nachzuvollziehbar, weil es unserem Denken genau entgegengesetzt ist. "Richtig" und "falsch" zu bewerten, wird dadurch jedenfalls um einiges interessanter.

Der Unterricht rüttelt auf und hinterfragt so manches, was für uns bislang selbstverständlich richtig und wahr war - und das auf verschiedenen Ebenen (Theologie, kulturelle Prägungen, Überzeugungen).
Hier ein Leckerbissen zum Nachdenken: Ist das Gewissen angeboren oder wird es erlernt?
Der Unterricht ist zum Teil auch belastend und schwer verdaulich, und die Informationen über die gesellschaftlichen und religiösen Zustände in Indien machen mitunter das Herz schwer.

Wohnung in Chennai: Gute Neuigkeiten!
Es bewegt sich was: In unserer Wunschsiedlung ist überraschend eine Wohnung frei geworden, die scheinbar ziemlich genau unseren Bedürfnissen entspricht. Noch ist nichts entschieden, aber wir haben dem Eigentümer telefonisch unser starkes Interesse signalisiert. Nun sind wir gespannt auf Fotos und weitere Einzelheiten.

Rückblick: Abschiedsgottesdienst
Noch haben wir keine Fotos davon, aber diese Meldung muss jetzt endlich hier rein: Der Gottesdienst in Eickhorst am 23. September war einfach SUPER! Zwei Freunde von Vision für Asien waren auch dabei, und der ganze Vormittag war für uns einfach die reine Wonne. Ihr Eickhorster in Eurer bunten Vielfalt seid wirklich ein besonderes Geschenk an uns. Danke für Eure Rückendeckung!

Dienstag, 25. September 2007

St. Pauli inside!

Seit 3 Tagen wohnen wir mitten in St. Pauli über dem "Jolly Roger", DER Fankneipe des FC St. Pauli . Die tobt gerade in diesen Stunden, so dass wir uns nur wundern, dass die Kinder überhaupt schlafen können. Die Mädels standen heute Abend auf dem Fenstersims und beäugten die ca. 100 Fans, die vor der Kneipe direkt unter ihnen standen. Im Hintergrund erstrahlte unterdessen noch das riesige Stadion im grellen Scheinwerferlicht.
Dass St. Pauli 3:0 verloren hat, störte die Jungs dabei nicht im geringsten beim Gröhlen der Songs.

Indien - die andere Seite
Die Schulung ist echt gut, aber auch heftig. Heute haben wir Bilder und eine Dokumentation über die Mädchenmorde in Südindien gesehen. Das belastet uns schon und geht nicht spurlos an uns vorüber. Es ist bis heute ein weit verbreitetes Problem, das seit vielen Jahrhunderten existiert.
Es gibt einen Ort, an dem 200-300 Jahre kein Mädchen am Leben gelassen wurde! Was für einen Schmerz muss Gott wohl aushalten? Wir sahen ein Bild mit einer Babyleiche im Fluss treiben oder auch Babyleichen, die neben dem Elternhaus verscharrt wurden. Eine christliche Organisation hat in dieser Gegend 90 Säuglingen das Leben gerettet, die Mädchen sind heute zwischen 13 und 7 Jahren.

Samstag, 22. September 2007

Hamburg, wir kommen ...

... aber vorher freuen wir uns auf den Abschiedsgottesdienst in unserer Gemeinde. Mit unserem Chef und noch einem Freund aus Bayern. Wir sind gespannt, ob es noch ein paar bekannte Gesichter geben wird.

Lerbeck ade
Da kommt schon etwas Wehmut auf - es war eine tolle Zeit beim Opa und Tante Rita. Und im Kindergarten. Und sogar der Abschied vom Altersheim ging nicht ohne Tränen über die Bühne, wie Sarah gleichermaßen erstaunt und gerührt zu berichten wusste. Man muss schon sagen: Gott hat alles spitzenmäßig für uns arrangiert, so reibungsarm und harmonisch hätten wir es uns nicht vorgestellt.

Intensive Vorbereitungen
Auch hier lief bislang (fast) alles einfach wie am Schnürchen. Das große Thema Impfungen erledigte sich auf geradezu wundersame Weise fast von selbst - zwei Fahrten ins nah gelegene Herford, zweimal "pieks und brüll" (von wem wird nicht verraten), dafür ein Prachtexemplar von Tropenarzt mit reichlich Zeit und guten Tipps für uns - toll! Motorrad verkauft, Koffer gepackt, Computer getunt, zig Bestellungen erledigt, Behördengänge, Schreibkram, E-Mails ohne Ende, Übersetzungsarbeiten ... die Zeit reicht nicht annähernd, um alles aufzuschreiben. Und immer wieder gab es freundliche Helfer und Unterstützer, die uns den Rücken freihielten, wenn es einfach zu viel zu werden drohte. Vor allem natürlich die Omas und Opas, denn unsere beiden Prinzesschen waren (und sind!) ja auch noch da.

Nächste Ziele
Nun kommen also vier Wochen Schulung auf uns zu, dazu ein neuer Babysitter für die Kids - sehr spannend. Zwei große Hürden bleiben indes noch bestehen: Visabeschaffung (das Ziel bleiben Jahresvisa) - und die Sache mit der Wohnung in Chennai. Wir haben deswegen nicht wirklich Stress, aber es darf weiter gebetet werden. DANKE!!

Sonntag, 9. September 2007

Mehr Reisen, IHK Prüfung, Endspurt

6 Wochen vor unserer Ausreise - und die vielen Autoreisen haben vorerst ein Ende. Dabei haben wir es wirklich genossen, so viele Freunde noch mal zu sehen: Arnsberg, Gifhorn, Clus, Edelsfeld, Ottensoos (muss man nicht alles kennen ...). Aber irgendwann reicht's dann auch mit der Fahrerei.

Sarah im Altenheim - der Countdown läuft
Diese Arbeitsstelle war wirklich Gottes perfekte Idee und Versorgung. Trotzdem ist Sarah froh, dass es bald vorbei ist. Denn die Betreuung von Demenzkranken inklusive der Pflege ist Knochenarbeit und seelischer Stress obendrein! Respekt vor allen, die das ständig machen - Sarah's Traum ist es nicht.

IHK Prüfung - die Spannung bleibt
Ob Jens sich nun bald Geprüfter Fremdsprachenkorrespondent nennen darf oder nicht bleibt noch abzuwarten, die schriftliche Prüfung bei der IHK Bielefeld liegt jedenfalls hinter ihm. Das ist sicherlich kein Karriereschritt, wäre aber doch ein nettes Nebenprodukt der Arbeit als Übersetzer, die er im Glaubenszentrum getan hat. Und wer weiß, wozu so ein Abschluss noch gut sein kann - schön jedenfalls, dass auch das vorerst geschafft ist.

Der nächste Umzug naht
Zwei Wochen noch, dann ist die Zeit in unserer Sommerresidenz abgelaufen. Wenn's auch mit dem Sommer nicht weit her war in diesem Jahr, wir genießen immer noch die tolle kleine Übergangswohnung. Mal sehen wieviel Platz wir in Hamburg haben - wohl eher weniger. Aber die vier Wochen Kulturtraining werden sicherlich eine gute, intensive Zeit.

Donnerstag, 30. August 2007

Es ist und bleibt spannend!

Der erste Koffer ist probehalber mal gepackt mit "leichten" Sachen: nicht mal ganz voll und doch schon satte 23kg auf der Waage - kaum zu glauben. Herr hilf! Sarah kuriert eine Sommergrippe aus, die sie ein paar Tage außer Gefecht gesetzt hat. Die ersten Entmutigungen, auch Anfechtungen genannt, trudeln ein und werden im Namen unseres Herrn verjagt; und so verlaufen die letzten 3 Wochen in Lerbeck hoffentlich weiter unter der Gnade unseres Gottes.
Ein großer Berg scheint noch die Wohnungssuche in Chennai zu sein, wer will darf gerne mitbeten.

Wir wir sind sehr dankbar für unsere missionsbegeisterte Gemeinde und freuen uns schon auf die Aussendung am 23. September.

Donnerstag, 2. August 2007

Zwei halbe Premieren

Endlich geht's los!
Mittwoch war ein besonderer Tag: Seit diesem Tag ist Linda ein "richtiges" Kindergartenkind. War sie zwar eigentlich vorher als "Pusteblumen"-Kind im Glaubenszentrum auch schon, aber das war jetzt für sie doch noch mal eine andere Herausforderung.


Zwei Räder und 60 PS
Die zweite halbe Premiere betrifft Jens: Nachdem ich vor nunmeher schon vielen Jahren meine schöne Reiseenduro verkauft habe, war das Motorradfahren für mich überhaupt kein Thema mehr. Der Anruf eines guten Freundes vor ein paar Tagen löste dann aber umso größere Freude bei mir aus: Gott habe ihm klargemacht, dass er bzw. sie uns ihr Motorrad zwecks Verkauf (und somit Unterstützung unserer Indienpläne) überlassen sollten. Bei perfektem Motorradwetter überführte ich also mit ein paar Umwegen das gute Stück - eine Yamaha XJ600 Diversion - in die heimische Garage, und werde sie demnächst bei mobile.de anbieten. Es sei denn, ein Leser dieser Zeilen ist schneller und meldet sich bei mir ...

Visum - brauchbare Perspektiven
Ein Anruf bei der indischen Botschaft in Bangkok brachte die freudige Gewissheit: Wir können auch dort ein Touristenvisum bekommen, müssen also nach einem halben Jahr Indien nicht zwangsläufig nach Deutschland zurückreisen. Der Besuch bei unserem Freund in Thailand rückt damit in greifbare Nähe.

Donnerstag, 26. Juli 2007

Unterwegs quer durch die Republik

Sommerzeit ist Reisezeit - und das muss nicht Urlaub heißen. Eine Hochzeit und diverse Besuche im Familien- und Freundeskreis waren das Ziel von zwei verlängerten Wochenendausflügen. Sie führten uns im Juli zuerst in den äußersten Südwesten und dann über Berlin in den äußersten Nordosten unseres (ganz schön großen) Landes.


Schlafen Hühner ohne Hahn eigentlich länger?
Schön wär's, ist aber wohl nicht so. Das zumindest ist die Erfahrung, die sich während unseres Hochzeits-Bauernhof-Campings gegen vier Uhr morgens unauslöschlich in unser schlaftrunkenes Hirn einbrannte. Als es fünf Meter neben unserem Zelt völlig ohne vorheriges "Kikeriki" losgackerte, spielten sich Szenen in unseren Köpfen ab, die einfach nicht in einen harmlosen Blog wie diesen gehören. Andere Bewohner des Bauernhofes wie das Pony Helena oder auch eine junge Familie, die sich ebenfalls als Hochzeitsgäste entpuppten, trösteten uns indes über die morgendliche Tortur hinweg. Gerade unsere beiden jungen Damen fühlten sich pudelwohl auf dem Areal und wären gerne noch länger dort geblieben. Die Hochzeit war jedenfalls toll und das Wiedersehen mit so vielen alten Bekannten einfach gigantisch.


Ausbildung - Lebensziele - Lebensarten
10 Jahre Glaubenszentrum prägen. Das merken wir, denn auch wenn wir insgesamt ganz gut zurecht kommen, prasseln doch besonders bei all unseren Besuchen eine Menge Eindrücke auf uns ein. Die müssen wir erstmal einordnen. Unser Horizont wird erweitert, mal weniger auf der geistlichen Schiene. Wir sehen, wie Menschen arbeiten und wofür sie leben, was sie bewegt. Die Frage, was wir eigentlich erreichen wollen, stellt sich aus einer neuen Perspektive: Wir sind jetzt ungebunden, können machen was wir wollen - von den Kindern mal abgesehen. Mit Respekt und manchmal sogar etwas Neid (tatsächlich?!) sehen wir, was andere sich erarbeiten und aufbauen. Mitunter drängt sich dabei die Frage auf, was wir eigentlich in der Hand haben.
Nun bot sich Jens eine tolle Gelegenheit, seine sprachliche Kompetenz anhand eines Englischtests (TOEIC) zu dokumentieren, was für seine beruflichen Perspektiven wichtig werden kann. Vielleicht ergibt sich in diesem Bereich noch mehr. Wir suchen auch hier Gottes Führung und merken, dass wir in dieser Umbruchphase nicht alles im Griff haben. Gleichzeitig erleben wir auf Schritt und Tritt: Gott ist treu, und das erweist sich in den konkreten Herausforderungen des Lebens. Und deshalb sind wir entschlossen, uns auch weiterhin völlig auf ihn verlassen.

Indien - noch drei Monate
Unberührt von all diesen Überlegungen bleibt unsere Vorfreude auf Indien. Unser dortiger Freund hat uns inzwischen einige interessante Dinge über seine Tätigkeiten geschrieben, die wir sehr gerne kennenlernen möchten. Wir erwarten, dass wir ihn für seine vielen Aufgaben ermutigen können, und dass sich vieles erst direkt vor Ort ergeben wird - schließlich sind wir in Indien, wo vieles anders läuft als im geordneten Deutschland. Zudem wollen wir ja auch umherreisen andere Orte kennen lernen.
Weiterhin offen ist die Wohnungsfrage (dafür haben wir schon Möbel vor Ort gekauft), die Frage nach dem Visum sowie ein Teil unserer Finanzierung. Die Arbeiten an einem Übersetzungsprojekt von Jens sind nahezu abgeschlossen, so etwas wäre als Nebenverdienst in Indien ideal.

Unsere beiden Prinzessinnen
... sind einfach spitze. Muss erwähnt werden, dass Erziehung Arbeit ist und Nerven kostet? Und wie kann man nur behaupten, dass der Mensch von Natur aus gut ist??? Aber die beiden bringen uns so oft zum Lachen und sind einfach schon solche wunderbaren Persönlichkeiten, dass die Begeisterung bei uns immer wieder durchbricht. Was für ein Geschenk!!
Übrigens: In einer Woche hat das Warten für Linda ein Ende und sie kommt in der Kindergarten.

Missionsgesellschaft - Änderung!
Das muss noch erwähnt werden: Nachdem wir im März freudig unsere Zusammenarbeit mit dem AVC bekanntgegeben haben, hat sich hier nun doch noch eine Veränderung ergeben. In unserer Situation funktioniert es einfach besser, wenn wir mit Vision für Asien (Edelsfeld) zusammenarbeiten. Dorthin hatten wir ohnehin bereits gute persönliche Kontakte und sind dankbar für den unkomplizierten Einstieg bei ihnen. Seit Anfang Juli ist Jens dort nun bereits angestellt.

Dienstag, 19. Juni 2007

Umzug geschafft!


Gandersheim ade – wieder mal in Porta W.
Wieviel "Zeug" besitzen wir, und wieviel davon passt in drei Autos plus einen Anhänger? Tückische Fragen, die wir am zweiten Juniwochenende zwangsläufig beantworten mussten. Mit der tatkräftigen Unterstützung vieler Helfer, allen voran (Schwieger-) Mama Hagenow (DANKE!!), ist es trotz einiger Fehleinschätzungen im Vorfeld denn auch geglückt. Die mehr oder minder dramatischen Einzelheiten von Abschied und Umzug ersparen wir euch, wichtig ist: Wir sind in unserer schönen Sommerresidenz angekommen.

In Opas Garten
gibt es Erd-, Him-, Johannes- ("wie der Onkel"
– so Linda) und andere -beeren zum Selbstpflücken, was besonders unsere beiden Schätze gerne nutzen. Die T-Shirts weisen entsprechende Spuren ungehemmten Genusses auf ... Drinnen ist es etwas enger, aber wenn der letzte Karton beseitigt ist wird auch das gehen.

Gewöhnungsbedürftig
ist Sarah's neue Umgebung, insbesondere die mehr oder weniger dementen Herrschaften, die sie bei ihrer Arbeit im Altersheim umsorgt. Trotz eines äußerlich guten Umfeldes bringt diese Tätigkeit einige Herausforderungen mit sich, die gemeistert werden wollen.

Schock am Abend
Sarah saß noch mit Lydia am Küchentisch, als es plötzlich ohrenbetäubend krachte. Beide wurden Zeugen davon, dass auch ein namhafter ostwestfälischer Hersteller von Möbelbeschlägen nicht nur Qualität liefert: Die Aufhängung eines Wandschrankes zerlegte sich unter der (nicht einmal besonders großen) Last unserer Teller und Tassen, woraufhin der komplette Doppelschrank nach einem wirkungsvollen Zwischenstopp auf unserem Wasserkocher jäh dem Fußboden entgegeneilte. GOTT SEI DANK war gerade niemand im fraglichen Bereich unterwegs, einigen Geschirrteilen trauern wir aber doch noch hinterher ...

Montag, 28. Mai 2007

Kaum Zeit zum Luftholen ...

Abschied von Bad Gandersheim, Jobsuche, AVC Pfingstkonferenz – die letzten Tage und Wochen hätten voller kaum sein können. Diverse Abschiedstreffen mit Gandersheimer Freunden liegen nun schon hinter uns, aber zum Nachdenken kommen wir dabei nicht viel. Abschlussgespräche mit Schülern führen, letzte Unterrichtsstunden geben, Studieraufgaben zurückgeben ... Und schon kam der große Abschiedsgottesdienst mit Freunden und Verwandten der Abgänger. Einzelne gaben bewegende persönliche Berichte weiter, die unterstrichen, dass an diesem Ort tatsächlich viel Gutes geschieht. Gott ist einfach erstaunlich gut!

Bei der Jobsuche
ist es jetzt Sarah, die die besseren Aussichten hat. Nach einigen Vorstellungsgesprächen im Raum Porta klärt sich in den nächsten Tagen, ob und wo sie eine Stelle hat [Update 30.05.: sie hat, und zwar hier]. Jens hat eine regelmäßige Arbeit als Lektor in Aussicht – eine ideale Ergänzung für den Fall, dass es bei Sarah klappt (denn natürlich werden wir nicht beide voll arbeiten gehen). Doch auch hier ist noch nichts entschieden.


Leider entgangen
ist uns das opulente Buffet nach dem Abschlussgottesdienst in Bad Gandersheim. Denn während im festlichen Speisesaal noch gemampft und geschwelgt wurde, waren wir schon in Richtung Nidda unterwegs, wo die jährliche Pfingstkonferenz des AVC stattfand. Auch dies waren zwei sehr intensive Tage mit eindrucksvollen Berichten, vor allem aus der islamischen Welt. Darüber hinaus führten wir kurze aber wichtige Gespräche und werden jetzt die konkrete Planung der nächsten Schritte für unseren Umzug angehen.


Schon bezahlt
sind unsere Flugtickets, die Überweisung läuft in diesen Tagen. Wieder ein großer Schritt in Richtung Indien. Nebenbei bemerkt hatten wir seit Jahren nicht so viel Geld auf dem Konto – Gott ist wirklich on time. Danke Jesus!! Und in drei Wochen sind wir dann schon in Lerbeck ...


Noch nicht bezahlt
sind einige andere Ausgaben, die im Zuge der Reisevorbereitungen auf uns warten (Impfungen, Visa, Wohnungskaution in Indien, Fahrzeug etc.). Vor allem aber weist das monatliche Budget noch Lücken auf. Wenn du gut findest, was wir vorhaben, und uns dabei helfen möchtest, melde dich bitte bei uns.

Sonntag, 29. April 2007

April/ Mai

Frühling in Bad Gandersheim - für uns vorerst der letzte hier an diesem Ort. So langsam packt uns doch ein wenig der Abschiedsschmerz. Die Frauenkonferenz Ende April war ein gelungener Abschluß für Sarah´s Jahre an diesem Ort. Sie konnte noch mal bei einem Tanz mitwirken und auch noch einmal hinter dem Tresen stehen, um Kassetten zu verkaufen. Da kommen einige Erinnerungen der letzten Jahre hoch. Aber wir sind dankbar für die Zeit die hinter uns liegt und für das was vor uns liegt!

Linda im Lerbecker Kindergarten
Linda darf in Lerbeck 2 Monate lang in einen Kindergarten gehen, bevor wir in Hamburg unser Kulturtraining absolvieren. Das freut sie und uns sehr, denn sie ist hier viele Kinder gewöhnt, und es wird sowieso eine harte Umstellung werden. Danke Herr!

Freitag, 9. März 2007

März Update

Wohnung in Chennai
ist auch in Aussicht, wir sind sehr dankbar, dass sich da eine super Möglichkeit aufgetan hat, näheres später, sie beinhaltet allerdings alles worum wir gebetet haben.

Kulturelle Vorbereitung in Hamburg
Wir peilen an, im Oktober
ein 4-wöchiges Kulturtraining zu absolvieren. Das wird uns direkt auf Indien vorbereiten, und wir werden sogar ein bißchen Tamil lernen.

Gott bestätigt
weiterhin unseren Weg nach Indien. Und ich kann eine super ermutigende Predigt empfehlen, die ich gestern Abend genießen durfte. Uwe Schäfer: Kraft des Geistes für die Ernte vom 8.3.07 Abend. Wer Interesse an der Botschaft hat melde sich doch bei uns.

Donnerstag, 15. Februar 2007

Februar Update

Entwicklungen...
nicht nur bei Linda, bei der die Ladygene immer mehr zur Entfaltung kommen.

Eberhard Mühlan...
bekannt für alle Fragen der Erziehungstechniken hat einen Vortrag über Familienstrukturen in Indien gehalten, was für uns sehr interessant und hilfreich war. Er arbeitet übrigens an einer Doktorarbeit über dieses Thema.


Wir suchen...

einen E-Herd 53-60 cm breit, der uns die 4 Monate in der Überbrückungszeit dienen soll.

Gemeinde...
wir werden in Kürze unsere Pläne in der Seesener Gemeinde im Rahmen eines Gottesdienstes präsentieren und einige Fotos zeigen. Wir sind für weitere Einladungen offen, um auch dort das schöne Indien zu präsentieren.

Mittwoch, 31. Januar 2007

Indien

Seit einem Jahr bewegen wir den Gedanken für ein Jahr nach Südindien (Chennai) zu gehen, um dort in eine andere Kultur einzutauchen, zu lernen und zu helfen.
Wir wollen in Chennai zunächst einen indischen Freund besuchen, aber auch an andere Orte reisen.

Im Juni 2007

werden wir voraussichtlich für 5 Monate zu Jens Vater ziehen, Jens wird arbeiten, sowie er einen Job findet und wir wollen die Beziehungen zu unserer Gemeinde in Eickhorst intensivieren.

Oktober 2007
planen wir den Abflug ins warme Indien, wo wir zur Zeit bereits nach einer Wohnung suchen lassen. Was danach kommt wissen wir noch nicht, wir sind für alles offen was Gott uns vor die Füße legt, und wir werden sehen, wie sich das ganze auch mit den Kindern entwickelt.

Guck mal wer da guckt...

Hallo, hier ist die lustige Lydi!

Immer nur nach oben gucken ist auf die Dauer langweilig!
Ich bin sehr energisch und bekomme grad einen Megagroßen Backenzahn, der mich ärgert.
Ich liebe meine Schwester, kann ihr aber auch genau zu verstehen geben was ich nicht will.
Schön das du vorbeiguckst!!!!