Dienstag, 30. Dezember 2008

Weihnachten und Sylvester....

Hallo liebe Freunde,
wir hoffen Ihr hattet alle ein tolles Weihnachten und wir wünschen Euch auch allen einen gesunden und fröhlichen Start ins Jahr 2009!

Weihnachten war im großen und ganzen unspektakulär- abgesehen von den Neuankömmlingen Conny und Lillifee die unsere Familie nun bereichern. Lillifee ist etwas scheu und entschuldigt sich, daher nur ein Bild von Conny (Lindas Schweindl).







Wir hatten liebe Gäste: Sarah´s Mama, Wuschansky´s und heute die Familie Hoffmann mit dem Ehrengast David!


morgen geht´s zu Kerns dort werden wir mit Kerns, Erfeldt´s und Doris
Sylvester feiern!!!

Montag, 15. Dezember 2008

Weihnachtsfeier und Schimmelprobleme


Unschöne Kombination- aber leider Realität.
Die Weihnachtsfeier war für die Kinder schön, sie haben einige Lieder mit der Sonntagsschulgruppe vorgetragen. Gemeindetechnisch sind wir aber nach wie vor noch nicht sicher den richtigen Platz gefunden zu haben. Es wird uns nix anderes übrig bleiben als doch mal in andere Gottesdienste zu schauen.
Ja- der Schimmel hat uns innerhalb kürzester Zeit überrannt, die Wände sind so naß, dass das Wasser auf dem Boden und den Wänden steht. Ein Zimmer ist zur Zeit unbewohnbar, andere ebenfalls befallen. Siehe Fotos im Fotoalbum. Wir sind ziemlich enttäuscht und haben eigentlich grad gar keine Lust und Kraft auf nochmal umziehen. Wir brauchen wieder einmal sehr klar Gottes Führung was wir machen sollen. Die Mieten sind auch zu hoch um sich einfach eine neue Wohnung zu suchen.
Wir möchten trotz allem ein dankbares Herz behalten!
Wir sind alle gesund, den Kindern geht es sehr gut.
Mit unseren Nachbarn haben sich richtig gut Freundschaften entwickelt.



Dienstag, 25. November 2008

Es wird weihnachtlich.....

Unsere Digi-Cam ist leider runtergefallen und funktioniert zur Zeit nicht- daher keine neuen Bilder. Sorry.
Uns geht´s gut-
Lydia hat ihre Trotzphase etwas abklingen lassen sehr zur Freude der Eltern und Nachbarn.
Der Kindergarten ist nach wie vor nicht ihre große Liebe- es fehlt da eine Freundin für unseren kleinen Wildfang.
Linda flötet seit ein paar Wochen mit sehr viel Ehrgeiz und übt bereits kleine Liedchen.
Jens war die letzte Woche mit einem Gastsprecher von OD unterwegs, was wirklich anstrengend war. (keine Nacht vor 23:30 Uhr Zuhaus)
Im Frühjahr steht eine Reise ins Ausland an- es wird wohl Afrika.
Sarah hat Freude an ihrer Mitarbeit im Mutter-Kind-Kreis der Landeskirche und bereitet für jedes mal ein kleines Input zum Thema Kindererziehung und Ehe vor. (Handbuch von Mühlans und 5 Sprachen der Liebe). Für Sarah gibt es auch immer wieder Phasen wo Heimweh und Sehnsucht nach alten Freunden auftreten, wir wünschen uns und brauchen neue gute Freunde hier in Kelkheim.
Gemeinde ist ein schwieriges Thema, wir gehen hier vor der Haustür (200m) in die Baptistengemeinde- fühlen uns aber noch nicht angekommen und beten noch um klare Bestätigung oder Führung.

Wir freuen uns immer über Anrufe oder Mails, Euch allen ganz herzliche Grüße und einen guten Start in die Advent- Zeit!

Samstag, 25. Oktober 2008

 Lydia Joy ist 3 Jahre alt!!!!
Sie hatte einen tollen Tag mit Anrufen, Geschenken und einem Ausflug zum Daniel Kallauch Konzert mit Willibald!

Trotz ihrer angeschlagenen Gesundheit (Bronchitis)
hatte sie einen schönen Geburtstag!

Samstag, 11. Oktober 2008

Dino Fieber

Nachdem wir die massive Prinzessinnin und rosarüschenwelle einigermaßen in gesunden Maßen genießen können sind wir nun alle dem Dino Fieber erlegen, dank Sarahs Patenkind, der bereits infiziert war bevor er zu einem Wochenendbesuch kam. Wir haben 20 min. von uns das Senckenberg Naturkundemuseum welches wir zusammen besuchten und das uns alle sehr begeisterte!

Siehe Fotoalben!

Montag, 6. Oktober 2008

Es ist Herbst - wir waren gerade bei Freunden zu Besuch, und wie man sieht haben wir den Tag in vollen Zügen genossen.

Ich habe neue Bilder ins Picasa Webalbum gestellt. Sie zeigen sehr schön, wie sehr Jens' Arbeit seiner letzten ähnelt.
Wer uns kennt wird das verstehen.

Der November wird für Jens sehr anstrengend und ein richtig steiler Einstieg. Wir genießen die schönen Herbsttage und freuen uns auf den 25. Oktober, da feiern wir nämlich Geburtstag! Wir werden Lydi mit einem Besuch bei einem Daniel Kallauch Konzert überraschen, vielleicht singt Willibald ihr ja ein Happy Birthday.

Montag, 18. August 2008

"Happy" in Kelkheim!


Hallo, jetzt sind wir einen Monat in der neuen Wohnung, die Kinder leben sich im Kindergarten ein, Jens im Büro und Sarah im Haushaltsleben.

Sarah hat viele gute Kontakte und kann auch schon 2 neue Freundschaften genießen! Genossen haben wir auch einen Godi in der Frankfurter Ichtys Gemeinde (inkl. Worship Night), die nur 15 min. entfernt ist.

Wer vielleicht beim Anblick unseres Hauses etwas schluckt, wir fühlen uns pudelwohl und es wird übrigens im Herbst renoviert und isoliert- also hübscher.

Wir liegen übrigens super nah am Flughafen (20 Automin.) und hatten auf dem Wege schon einige Besucher! Also- wer mal am Flughafen ist, herzliche Einladung!


Übrigens - neue Bilder im Webalbum!

Freitag, 25. Juli 2008

Neue Adresse

Juchuuu....

Unsere neue Adresse: 
Altkönigstr.9
65779 Kelkheim

Die Wohnung ist super zentral gelegen und nur 5 Gehminuten von Jens Büro entfernt.
Vor der Tür haben wir Wiese und ein Sandkasten. Aber auch ein größere Spielplätze sind ganz nah, genau wie Aldi, Rewe, usw... Ein Auto braucht man eigentlich gar nicht.

Vielen Dank an alle die mitgebetet haben! 

Sonntag, 6. Juli 2008

Impressionen




ganz in der Ferne: die Frankfurter Skyline










Samstag, 5. Juli 2008

Neue Heimat: KELKHEIM im Taunus


Das hätten wir auch nicht gedacht, direkt aus Indien in eine der teuersten Gegenden Deutschlands zu ziehen, den Taunus. ca. 25 min. vor den Toren Frankfurts.
Jens wird zum 1. August seine neue Arbeitsstelle in Kelkheim antreten: bei Open Doors, einer weltweit tätigen Hilfsorganisation für verfolgte Christen. Wir sind sehr dankbar und glücklich, dass sich diese Anstellung so schnell und unkompliziert ergeben hat – für uns ein weiteres Zeichen der Treue Gottes!
Nach einigen Wochen bei guten Freunden in Plaidt (nahe bei Koblenz) sind wir nun alle wieder bei Kräften und akklimatisiert, so dass wir voller Freude unserer Zukunft in Kelkheim entgegen sehen können.
Jens hat bereits bei der Einrichtung seines künftigen Büros geholfen, außerdem haben wir bereits das Team und ein paar der Familien kennengelernt. Wir fühlen uns dort herzlich willkommen und freuen uns besonders, dass große Offenheit auch für Sarah's Wunsch besteht, ehrenamtlich mitzuarbeiten.

Wohnungsuche
Das ist so ein Thema für sich ... So schnell und unkompliziert die Stellensuche war, so mühsam entwickelt sich dieser Aspekt des Einlebens. Aber auch hier verlassen wir uns auf Gott, der ohnehin den besseren Überblick hat.
Man scheint hier größere Wohnungen mit Vorliebe an Mieter ohne Kinder zu vergeben, das ist uns einige Male aufgefallen und hat uns nicht nur traurig sondern geradezu ärgerlich gemacht.
Eine Wohnung hatten wir so gut wie fest, bis die Hausverwaltung uns mitteilte, dass die Besitzerin uns ablehnt. Eine Begründung gab es nicht. 
Jetzt beten und hoffen wir gerade für eine andere relativ günstige Wohnung, die uns sehr gut gefällt: zwar nur 3 Zimmer (mehr ist hier einfach unerschwinglich), aber dafür inklusive Gartennutzung, einem Bach und Radweg hinter dem Haus und einem schönen Spielplatz nur 100m entfernt ...

Die nächsten Schritte
Sobald die Wohnung in trockenen Tüchern ist, beginnen wir unsere Umzugsplanung. Wir müssen sowohl aus Porta als auch aus Bad Gandersheim und Plaidt unsere Sachen abholen und dann das neue Nest einrichten. Die Kinder kommen dann hoffentlich in den Kindergarten (Plätze sind hier knapp), und Jens fährt schon am 29. Juli beruflich nach Leipzig.
Da werden wir endgültig unseren neuen Lebensrhythmus entwickeln.

Denn... 
Jens wird von Di-Fr. im Büro arbeiten und vorrangig am Wochenende in Gemeinden unterwegs sein, um von verfolgten Christen zu berichten. Mit vielen Medien und Berichten ausgestattet wird er predigen und auch interaktiv den Leuten das Anliegen vermitteln.
Wenn jemand von euch für seine Gemeinde, Jugend oder Hauskreis Interesse hat, bitte melden. (Allerdings ist Deutschland in Regionen aufgeteilt, wo jeweils ein anderer Referent zuständig ist.)

Samstag, 31. Mai 2008

Angekommen....

.... ist mittlerweile auch Jens Koffer, der nach seiner Ankunft am 26.5. erstmal als vermißt galt.
Wir sind wieder zusammen, und genießen den Deutschen Frühling mit Erdbeeren und Garten, Schnecken, Sandkasten und den nahe gelegenen Ententeich. Sarahs Schlafstörungen und Kopfschmerzen konnten bereits weitgehend vertrieben werden und um die Haare machen wir uns weiterhin Gedanken, es stehen noch weitere Untersuchungen aus. Natürlich sind wir weiterhin am Verarbeiten und fahren morgen nach Edelsfeld um ein Auswertungsgespräch mit unserer Missionsgesellschaft zu führen. Auch das gehört zu Mission.
Es war eine kostbare und lehrreiche Orientierungszeit, die unseren Horizont erweitert hat.
Wir durften viele Kostbare Arbeiter im Weinberg Gottes kennen lernen und haben gute bereits etablierte Arbeiten kennnen lernen.
FAZIT: Die Ernte ist reif- der Arbeiter sind wenige!
Wir haben nach wie vor das Thema Mission auf dem Herzen, nur blieb leider die klare Bestätigung und Berufung für Indien aus. Wir haben jetzt Frieden darüber, erst mal an ein Leben in Deutschland zu denken, weiterhin mit einer engen Verbindung zum Missionsfeld.
In 2 Wochen werden wir voraussichtlich wissen wo wir eine Wohnung suchen können, es läuft zur Zeit eine Bewerbung mit guten Aussichten auf eine Anstellung in einem christlichen Werk.

Gott ist treu, und wir vertrauen ihm auch wenn es manchmal doch ganz schön spannend ist.

Den Kindern geht es super, wir sind bei Freunden Nähe Koblenz und freuen uns am Garten, Katzen, Mäusen, Trampolin und viel gutem Wetter!

Neue Handy Nummern können per email erfragt werden!

Donnerstag, 24. April 2008

Haustier Spezial

Als wir heute morgen von einem lauten Krach geweckt wurden, war unser erster Gedanke: Die Kinder! Falsch gedacht. Richtig war: Die Termiten.
Ihr Fleiß der letzten Wochen wurde heute morgen mit einem fulminanten Knalleffekgt belohnt. Der Boden unseres Hängeschrankes in der Küche hatte sich dank ihrer Bemühungen über Nacht so weit abgesenkt, dass die Glas-Schiebetüren nach vorne klappten und auf dem Küchenboden zerbarsten – erst eine, dann die andere. Diesen kleinen Zwischenfall nehmen wir zum Anlass, Euch unsere Haustiere (und die vieler anderer Inder) mal kurz vorzustellen.


Die Ameisen
Als Nicht-Botaniker sei mir verziehen, dass ich keine allzu wissenschaftliche Einteilung vornehme. Wir begegnen hier täglich folgenden Arten: Groß, normal, klein, sehr klein (und sehr flink) – und eben den Termiten; wegen ihrer Farbe hier auch „white ants“ genannt. Letztere bekommt man kaum zu Gesicht, denn sie arbeiten in der Stille im Verborgenen. Wenn man den Finger in die Schranktüren bohren kann (wie etwa bei unserem Schlafzimmerschrank), dann sind sie fast fertig mit der Arbeit. So wird dieser Schrank auch nur noch als Regal genutzt. Die beiden kleinere Sorten treten immer dann verstärkt auf, wenn es irgendwo gekrümelt hat. Und es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell sie dann zur Stelle sind. Wenn sie es übertreiben, rücken wir ihnen mit Ameisengift auf die Pelle, erheblich gesünder und genauso wirkungsvoll ist allerdings kochendes Wasser.

Mücken
Während sich die Ameisen als Aufräumkommando noch nützlich machen, so gilt spätestens bei diesen Plagegeistern:
Tote Mücke = gute Mücke. Sie sind nicht nur potentielle Überträger diverser Tropenkrankheiten, sie treten auch scheinbar in beliebig großen Zahlen auf und sind nur mit äußerster Mühe zu stoppen. Moskitonetze vor den Fenstern, über den Betten, und unsere elektroschockenden Tennisschläger (auch liebevoll „Karmabeschleuniger“ genannt), die Chemiekeule – bei ihnen ist uns mittlerweile jedes Mittel recht.

Ratten

Erst vor ein paar Tagen saß ich am Rechner, da sah ich plötzlich noch, wie ein langer Schwanz 50 cm von meinen Füßen gemächlich unter dem Schrank verschwand. Sie war nicht die erste ihrer Art in unserer Wohnung, aber die Dreistigkeit erstaunte mich doch. Gut möglich, dass sie und ihresgleichen in unserer strenggläubigen Nachbarschaft eher gefüttert als gejagt werden. Tatsache ist, dass Ratten in manchen Gegenden Indiens angebetet und mit kostbarer Milch 
verwöhnt werden. Umso größer muss die Überraschung derjenigen gewesen sein, der ich mit etwas Glück eine volle Ladung Kakerlakenkillerspray direkt in die Visage platzieren konnte. Sie stellte daraufhin ihre Besuche ein und ich hatte meinen (als Abort missbrauchten) Schuh wieder für mich alleine. Auch an den Klimaanlagen sind Ratten aktiv. Eine blockierte unlängst unter höchstem Einsatz das Lüftungsrad unseres Schlafzimmeraggregats.

Geckos
Diese unschlagbaren Wand- und Fassadenkletterer sind wirklich nützlich, ernähren sie sich doch von den verhassten Mücken – leider ohne deren Bestand spürbar reduzieren zu können. Die Begeisterung unserer Kinder für sie ist nach wie vor groß. Wenn sie nicht gerade in die Suppe fallen (ist uns noch nicht passiert), sind sie völlig ungefährlich. Aus dem Moskitonetz verjagen wir sie dann aber doch. Sehr zum Leidwesen von Linda, die den netten Genossen lieber als Haustier behalten hätte und kurzerhand „Lila“ taufte.

Kakerlaken (Lydia: „Lakakake“)
Tauchen bei uns 
relativ selten auf, man entdeckt sie aber dafür überall – ob bei den Nahrungsmitteln im Küchenschrank, in den Regalen der Supermärkte, zwischen Kleidungsstücken in Geschäften. Überall eben, wo es warm und feucht ist. Sie einfach zu zerquetschen ist nicht ratsam, denn abgesehen von der Schweinerei sollte man vermeiden, dass die Eier auf diesem Weg verstreut werden. Auch hier hilft der Elektroschock oder der wohldosierte Klaps.

Hundertfüßler
 
Achtung: giftig. Schon lange hat uns keiner mehr beehrt, und das darf auch so bleiben.

Mittwoch, 16. April 2008

Sarah's April-Impressionen


Erlebnis einkaufen

Wer zuerst kommt kauft zuerst – so läuft das in Deutschland. Hier nicht.
Heute stand ich an der Kasse und wartete geduldig, bis ich an der Reihe war. Aber oh Wunder, als es so weit war, guckte der Verkäufer die Leute hinter mir an und fing an, sie zu bedienen. Frustriert drehte ich mich um und verließ den Laden.

Indisch einkaufen funktioniert mit dem ganzen Körper: Sobald man den Verkäufer mit dem Arm erreichen kann, schiebt man ihm das Geld direkt vor die Nase, vorbei an den anderen, die selber Schuld sind wenn sie sich nicht behaupten wollen. So funktioniert das auch beim Fahrkartenkaufen, egal wie lang die Schlange ist. Wer keine Lust hat zu warten, drängelt sich einfach so dicht wie es geht an den Verkäufer, wedelt mit allem was er hat direkt vor dem Gesicht des armen Mannes rum und redet am besten auf ihn ein (was mir leider etwas schwerer fällt).

Fazit: Gerechtigkeit ist relativ, besonders auf dem Markt.


Erlebnis Straße überqueren

Auf dem Weg zum Markt:

ich habe mir ja angewöhnt erst rechts dann links zu gucken, was aber auch keine Garantie für ein gesundes Überqueren der Straße bietet. Hier gilt: Ich fahre da, wo es für mich am praktischsten ist, die Straßenseite ist zweitrangig. Naja - irgendwie schaffen es die Inder in ihrem Chaos ruhig und gelassen zu bleiben. Man sieht nur selten das sich jemand aufregt.

Aufregung gibt es aber wenn ich dem Automan (Rikshafahrer) das Geld mit der linken Hand gebe. Ist mir letztens wieder passiert. Erst musste ich überlegen: Was will er denn? Dann kam die Erleuchtung: Ah die falsche Hand. Die Rechte gilt als "saubere" Hand, links wird mit unrein assoziiert.


Persönliches

Es fällt mir manchmal schwer die Kultur zu verstehen, manchmal sogar sie ernstzunehmen. Es gibt so viel für mich Unglaubliches, dass ich immer wieder an die Schildbürgergeschichten denken muss, die wir in der Schule gelesen haben. Schwangere Frauen tragen prinzipiell keine Unterwäsche – das wäre schlecht fürs Kind. Kinder dürfen nicht plantschen, davon werden sie krank. Ananas verursacht Halsschmerzen, und die Kinder tragen alle eine schwarze Kordel um den Bauch damit der Oberkörper grade wächst und sie keinen Hängebauch kriegen.
Von kaltem Wasser kriegt man Kopf- und Halsschmerzen. (Die Klimaanlagen werden aber volle Pulle aufgedreht, wo es sie gibt.)

Unsere Straße wurde zur etwas von uns entfernt Einbahnstraße erklärt, obwohl sie sehr breit ist und sogar von einem Mittelstreifen getrennt wird. Das verursacht erhebliche Umwege und Mehrkosten beim Rikshafahren. In der Zeitung wurde kürzlich Ungeheuerliches berichtet: Jemand hatte doch tatsächlich einen Haufen teurer Cashewnüsse an den Straßenrand gekippt. Ein echter Skandal!


Indien Nord und Süd – Unterschiede

Hier im Süden erleben wir die Menschen sehr viel religiöser und ihrem Glauben hingegebener als im Norden. Im Norden (genau genommen Nordosten) sieht man viele Jugendliche recht modern gekleidet rumlaufen, im Süden dagegen sind Erziehung und Lebenstil wirklich noch mehr traditionell indisch geprägt.
Es war im beschaulichen Kalimpong erheblich leichter, westliche Nahrungsmittel zu kaufen als in der 8-Millionenstadt Chennai (z.B. Müsli, Schokocreme, Brot). Im Norden - zumindest in Westbengalen - erscheint vieles sauberer, organisierter, einfach westlicher.

Indien ist liebenswert, mit all seinen Düften und Eigenheiten, und dem immerwährenden Chaos. Trotzdem braucht man ein besonderes Herz für die Menschen, wenn man hier langfristig glücklich sein möchte. Wenn ich mir bewusst mache, dass Gott sie so liebt wie sie sind, dann muss ich daran denken, dass wir in Europa das Chaos einfach nur besser verstecken können - hinter unseren 4 Wänden oder hinter unserer gutorganisierten Maske. Es bleibt dabei: Denn so sehr hat Gott die Inder geliebt.....



Sonntag, 6. April 2008

Zurück im Glutofen Chennai

"Mir ist so schwitzeheiß" - Lindas Wortkreation drückt treffend aus, wie wir uns nach unserer Rückkehr aus den Bergen in unser südindisches Heim fühlen. Aber es gibt Schlimmeres - und es gibt Klimaanlagen -, und so verdauen wir erstmal mit einer großen Portion Dankbarkeit die vergangenen vier Wochen. Wir haben sehr viel gesehen, gelernt und erlebt. Das könnt ihr vielleicht am besten nachvollziehen, wenn ihr die Bilder in unserem neuen Fotoalbum "Unsere Reise in den Norden" anschaut. Viel Spaß dabei!

Donnerstag, 27. März 2008

Kurzer Gruß aus Kathmandu

Das "Norwegian Guesthouse" in Nepals Hauptstadt Kathmandu hat einige Vorzüge – der drahtlose Internetzugang ist nur einer davon. So können wir uns einen Tag nach unserer Ankunft in dem Bergstaat auch mal wieder hier melden, und das haben wir schon lange vor. Die letzten zweieinhalb Wochen haben wir gemeinsam mit Freunden in Nordindien verbracht. Auf 1300m Höhe war es doch erheblich kühler als in Chennai, aber auch erheblich ruhiger und sauberer. Die Kinder haben sich bestens verstanden, und so war es auch für uns trotz eher spartanischer Unterkunft ein angenehmer Aufenthalt.

Hinfahren wo der Tee wächst
Die Heimat des berühmten Darjeeling Tees lag "gleich um die Ecke" – in den Ausläufern des Himalaya immer noch eine anstrengende Fahrt. Aber als wir die endlosen Serpentinen im Jeep hinaufkrochen, war die Aussicht endlich etwas besser, und so genossen wir die 3-stündige Reise durch Teegärten und tropische Vegetation an den steilen Hängen. 5 Kinder bei Laune zu halten ist dabei immerhin etwas einfacher als bei Regenwetter. 

Freitag, 29. Februar 2008

Entscheidungen rücken näher!

In einer Woche werden wir in den Norden starten und dann für 4 Wochen unterwegs sein. Es stehen ernste Entscheidungen an, die über den Verlauf unseres weiteren Weges entscheiden werden. Wir freuen uns über jedes Gebet.

Sarah ist auch etwas angegriffen – starker Haarausfall, Schlafstörungen und häufige Kopfschmerzen machen ihr zu schaffen. Bitte denkt an sie!

Fazit: Wir haben bislang sehr lehrreiche und gute Monate erlebt und brauchen nun ein klares Reden von oben, ob wir in Indien bleiben sollen. Das Leben hier ist nicht so einfach und man muss schon ein klares Ziel vor Augen haben.

Ihr könnt uns weiterhin per Handy und E-Mail erreichen. Wie oft wir sie ab Sonntag abrufen können, wissen wir allerdings nicht. Bis bald!

Montag, 18. Februar 2008

Im Slum....

... war ich (Sarah) jetzt schon einige Male mit Freunden unterwegs, die dort regelmäßig den Menschen helfen. Leider habe ich keine Bilder, denn fotografieren käme dort nicht so gut. Deshalb beschreibe ich einfach mal, meine Eindrücke:
Die Kinder sehen größtenteils sehr vernachlässigt aus, haben verschrumpelte Haut weil sie zu wenig trinken, tragen kaputte und extrem schmutzige Klamotten, die Haare stehen ab, weil sie so verdreckt sind. Viele von ihnen husten stark und haben Flecken auf der Haut mangels Hygiene - nicht alle, aber einige.
Für einen Jungen ca. 3 Jahre alt (sieht aus wie 1 1/2) bete ich besonders. Seine Mutter ist alkoholabhängig, der Vater drogenabhängig. Der Junge ist völlig unterernährt und krank.
Die meisten Frauen im mittleren Alter haben bereits eine Niere verkauft, aber auch vor Kindern wird nicht halt gemacht beim Organraub. Einige Frauen vermieten ihre Babys für umgerechnet 0,40€ am Tag an Bettler, die mit den Kindern auf dem Arm am Straßenrand sitzen oder sie durch die Züge schleppen.

Es gibt ganz feine Leute (Inder) hier in der Stadt, die 3x die Woche in einen Slum gehen und schon einiges bewirkt haben. Dort gibt es inzwischen 2 Hauskreise und 1 mal pro Woche ein Angebot für medizinische Hilfe. Manchmal verteilen sie auch Gemüse. So wächst in dem Slum etwas Hoffnung.
Wir haben persönlich auch schon Medikamente für diesen Slum gekauft und ich versuche, die Leute, die dort arbeiten, mit meinen Fähigkeiten zu unterstützen.
Wenn jemand von euch das auch möchte, kann er dafür mit dem Vermerk "Slum" gerne eine Finanzspritze auf unser Konto überweisen.

Montag, 4. Februar 2008

Leben in Chennai - Verkehrsmittel

Der Besuch von Sarah's Eltern ist für uns schön und hochinteressant. Was für uns schon normal geworden ist, ist für sie oft noch recht abenteuerlich. Einen Großteil unserer Zeit hier verbringen wir z.B. in öffentlichen Verkehrsmitteln. Hier mal ein kleiner Überblick:

Autoriksha (kurz "Auto"): gelb, drei Räder, die Teile fahren immer und überall. Sie sind mehr oder weniger defekt, das Taximeter ist entweder funktionsuntüchtig, nicht existent oder bedeutungslos. In jedem Fall wird es in Chennai nicht benutzt. Man verhandelt den Fahrpreis grundsätzlich am Anfang, und dafür sollte man schon wissen, was die Fahrt "wert" ist. Da spielen neben der Entfernung Faktoren wie Verkehrslage, Tageszeit, Anzahl der Mitfahrer (theoretisch unbegrenzt), Straßenzustand, Alter und Gemütszustand des Fahrers, Hautfarbe der Fahrgäste und natürlich das Verhandlungsgeschick eine Rolle. Man muss dabei einkalkulieren, dass unterwegs möglicherweise noch ein Freund des Fahrers mitgenommen wird, ein Stopp zum Abbau gewisser (entbehrbarer) Fahrzeugteile eingelegt oder getankt wird. Geschieht dies, bevor die Riksha liegen bleibt, sollte man es dankbar und wohlwollend registrieren. Gelegentlich muss der Fahrer ermutigt werden, nach dem Weg zu fragen. Hat er seine Orientierungslosigkeit hinreichend nachgewiesen, sollte man auch den vorzeitigen Ausstieg in Erwägung ziehen (kam bei uns bislang allerdings nur einmal vor).
Für direkte Verbindungen und Eilige also unentbehrlich, auf die Dauer und für lange Strecken aber zu teuer - und dazu stauanfällig.

Share Auto: ebenfalls gelb, ebenfalls drei Räder, verschiedene Größen (in unserer Gegend geringfügig größer als eine Autoriksha). Anderswo auch als Sammeltaxi bekannt. Relativ billig, teilweise überfüllt, fährt nur bestimmt Routen. Diese erfragt man jeweils vom Fahrer, der sie nach eigenem Ermessen festlegt. Erfordert eine gewisse Orts- und Sprachkenntnis, denn angegeben wird vom Fahrer nur den Zielort, und das nicht immer sehr verständlich. Share Autos halten an bestimmten Haltestellen und nach Bedarf. Enger Kontakt zu den grundsätzlich sehr interessierten Einheimischen ist garantiert, des öfteren auch verbal (kürzlich sogar auf Deutsch).

Suburban train: vergleichbar mit unserer S-Bahn, das Netz in Chennai besteht allerdings im wesentlichen aus einer einzigen langen Strecke. Unser Lieblingsverkehrsmittel, weil stau-unanfällig und sehr billig (durchschnittlicher Fahrpreis: 8 cent). Dafür chronisch überfüllt. Im Ladies' Abteil ist es etwas besser, aber auch nicht immer (siehe Foto). Auf keinen Fall zu empfehlen für kontaktscheue Menschen. Etwas Abhilfe verspricht die erste Klasse, die sich jedoch auch nur durch die Anzahl der Fahrgäste vom Rest unterscheidet – und durch den Preis: ein Ticket kostet das 10-fache des normalen Fahrpreises.
Eine neue Entdeckung: Die Waggons haben tatsächlich Türen. Die Türöffnungen werden jedoch häufig durch hervorquellende Passagier-Trauben blockiert, außerdem sind diese Plätze wegen des angenehmen Fahrtwindes gerade bei jüngeren Fahrgästen sehr beliebt. Neben 1. und 2. Klasse und Ladies' Abteil gibt es noch die Vendors' Abteile für die Verkäufer mit ihren häufig sperrigen Ladungen.

Bus: Der Landeschef von Tamil Nadu hat vor Kurzem der Anschaffung von 1000 neuen Bussen zugestimmt. Das sagt einiges über die Bedeutung dieses Verkehrsmittels, gleichzeitig aber auch über den Zustand des durchschnittlichen Exemplars. Es gibt bereits ein paar neuere, und wenn man zur richtigen Tageszeit unterwegs ist, kann man sich damit auch ganz angenehm und sehr günstig fortbewegen. Häufig erlebt man jedoch als Busfahrer die Tücke des Doppelstaus: Verstopfung drinnen und draußen gleichzeitig. Da wird die Fortbewegung zur Tortur, denn wir befinden uns in den Tropen. Unsere persönliche Erfahrung mit diesen Dingern beschränkt sich auch deshalb bislang auf ein Minimum, weil die Beschriftungen der Busse häufig nur auf Tamil gehalten sind - was wir nicht lesen können.

Donnerstag, 24. Januar 2008



Linda ist jetzt 5 !!!

Opa und Oma sind gut angekommen, die Kids sind begeistert.

Danke für alle emails, Linda hatte einen tollen Geburtstag!
Besonderer Dank an die Pustis, Karin und Lynnea für die tolle email!!

Sonntag, 20. Januar 2008

Besuch aus Übersee!

Nicht nur die Kinder sind voller Vorfreude: Oma und Opa kommen zu Besuch! Morgen Nacht ist es soweit, und wir bereiten schon kräftig vor. Außerdem ist in vier Tagen Linda's 5. Geburtstag. Heute haben wir eine befreundete Familie mit 2 Töchtern besucht, die beiden werden unter Linda's Gästen sein.

Linda schreibt!
Es geschah am 17. Januar: Linda wollte, dass ich (Jens) ihr noch mal zeige, wie man ein "M" und ein "N" schreibt. Was dabei dann herauskam, hat mich dann aber doch überrascht – und mir natürlich gut getan! Schaut Euch mal das Foto an ... (draufklicken zum Vergrößern)

Besuch in Pondicherry
Relativ spontan haben wir knapp zwei Tage in Pondicherry verbracht. Die Stadt liegt ca. 3 Stunden südlich von Chennai und
stand ehemals unter französischem Protektorat. Ein Sandstrand fehlt zwar bedauerlicher Weise, aber den Park haben wir und die Kinder sehr genossen. Für uns sehr ungewohnt: Hier gibt es eine Menge westlicher Touristen, viel mehr als im großen Chennai. Das liegt unter anderem an dem nahegelegenen Ashram (eine Art Kloster/Kommunität), das seit einigen Jahren viele Sinnsucher und New Age Anhänger anlockt. Da bekommt man interessante Typen zu sehen ...

Reisevorbereitungen
Noch 1,5 Monate, dann machen wir uns wieder mal auf den Weg: Unsere Reise nach Nordindien steht ins Haus. Dort wollen wir Freunde treffen, die ebenfalls ein paar Wochen in der Gegend verbringen möchten. Im Anschluss wollen wir noch eine Woche in Nepal verbringen, denn dahin ist es dann nicht mehr weit. Das heißt Flüge buchen, Budget aufstellen, viele E-Mails schreiben. Und wieder mal sind wir sehr dankbar für Beziehungen, durch die wir auch für diese Reise viel Hilfe und wichtige Infos bekommen

Frische Fotos ...
... von einem weiteren Highlight, das uns teilweise sehr mit Beschlag belegt hat, sind HIER zu sehen.

Sonntag, 6. Januar 2008

Lilypie 5th Birthday Ticker

Lilypie Dritter Ticker

Dienstag, 1. Januar 2008

Frohes Neues Jahr

Posted by Picasa