Ihr Fleiß der letzten Wochen wurde heute morgen mit einem fulminanten Knalleffekgt belohnt. Der Boden unseres Hängeschrankes in der Küche hatte sich dank ihrer Bemühungen über Nacht so weit abgesenkt, dass die Glas-Schiebetüren nach vorne klappten und auf dem Küchenboden zerbarsten – erst eine, dann die andere. Diesen kleinen Zwischenfall nehmen wir zum Anlass, Euch unsere Haustiere (und die vieler anderer Inder) mal kurz vorzustellen.
Die Ameisen

Als Nicht-Botaniker sei mir verziehen, dass ich keine allzu wissenschaftliche Einteilung vornehme. Wir begegnen hier täglich folgenden Arten: Groß, normal, klein, sehr klein (und sehr flink) – und eben den Termiten; wegen ihrer Farbe hier auch „white ants“ genannt. Letztere bekommt man kaum zu Gesicht, denn sie arbeiten in der Stille im Verborgenen. Wenn man den Finger in die Schranktüren bohren kann (wie etwa bei unserem Schlafzimmerschrank), dann sind sie fast fertig mit der Arbeit. So wird dieser Schrank auch nur noch als Regal genutzt. Die beiden kleinere Sorten treten immer dann verstärkt auf, wenn es irgendwo gekrümelt hat. Und es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell sie dann zur Stelle sind. Wenn sie es übertreiben, rücken wir ihnen mit Ameisengift auf die Pelle, erheblich gesünder und genauso wirkungsvoll ist allerdings kochendes Wasser.
Mücken
Während sich die Ameisen als Aufräumkommando noch nützlich machen, so gilt spätestens bei diesen Plagegeistern:
Mücken
Während sich die Ameisen als Aufräumkommando noch nützlich machen, so gilt spätestens bei diesen Plagegeistern:Tote Mücke = gute Mücke. Sie sind nicht nur potentielle Überträger diverser Tropenkrankheiten, sie treten auch scheinbar in beliebig großen Zahlen auf und sind nur mit äußerster Mühe zu stoppen. Moskitonetze vor den Fenstern, über den Betten, und unsere elektroschockenden Tennisschläger (auch liebevoll „Karmabeschleuniger“ genannt), die Chemiekeule – bei ihnen ist uns mittlerweile jedes Mittel recht.
Ratten
Erst vor ein paar Tagen saß ich am Rechner, da sah ich plötzlich noch, wie ein langer Schwanz 50 cm von meinen Füßen gemächlich unter dem Schrank verschwand. Sie war nicht die erste ihrer Art in unserer Wohnung, aber die Dreistigkeit erstaunte mich doch. Gut möglich, dass sie und ihresgleichen in unserer strenggläubigen Nachbarschaft eher gefüttert als gejagt werden. Tatsache ist, dass Ratten in manchen Gegenden Indiens angebetet und mit kostbarer Milch
Ratten
Erst vor ein paar Tagen saß ich am Rechner, da sah ich plötzlich noch, wie ein langer Schwanz 50 cm von meinen Füßen gemächlich unter dem Schrank verschwand. Sie war nicht die erste ihrer Art in unserer Wohnung, aber die Dreistigkeit erstaunte mich doch. Gut möglich, dass sie und ihresgleichen in unserer strenggläubigen Nachbarschaft eher gefüttert als gejagt werden. Tatsache ist, dass Ratten in manchen Gegenden Indiens angebetet und mit kostbarer Milch
verwöhnt werden. Umso größer muss die Überraschung derjenigen gewesen sein, der ich mit etwas Glück eine volle Ladung Kakerlakenkillerspray direkt in die Visage platzieren konnte. Sie stellte daraufhin ihre Besuche ein und ich hatte meinen (als Abort missbrauchten) Schuh wieder für mich alleine. Auch an den Klimaanlagen sind Ratten aktiv. Eine blockierte unlängst unter höchstem Einsatz das Lüftungsrad unseres Schlafzimmeraggregats.
Geckos
Diese unschlagbaren Wand- und Fassadenkletterer sind wirklich nützlich, ernähren sie sich doch von den verhassten Mücken – leider ohne deren Bestand spürbar reduzieren zu können. Die Begeisterung unserer Kinder für sie ist nach wie vor groß. Wenn sie nicht gerade in die Suppe fallen (ist uns noch nicht passiert), sind sie völlig ungefährlich. Aus dem Moskitonetz verjagen wir sie dann aber doch. Sehr zum Leidwesen von Linda, die den netten Genossen lieber als Haustier behalten hätte und kurzerhand „Lila“ taufte.
Kakerlaken (Lydia: „Lakakake“)
Tauchen bei uns
Geckos
Diese unschlagbaren Wand- und Fassadenkletterer sind wirklich nützlich, ernähren sie sich doch von den verhassten Mücken – leider ohne deren Bestand spürbar reduzieren zu können. Die Begeisterung unserer Kinder für sie ist nach wie vor groß. Wenn sie nicht gerade in die Suppe fallen (ist uns noch nicht passiert), sind sie völlig ungefährlich. Aus dem Moskitonetz verjagen wir sie dann aber doch. Sehr zum Leidwesen von Linda, die den netten Genossen lieber als Haustier behalten hätte und kurzerhand „Lila“ taufte.Kakerlaken (Lydia: „Lakakake“)
Tauchen bei uns relativ selten auf, man entdeckt sie aber dafür überall – ob bei den Nahrungsmitteln im Küchenschrank, in den Regalen der Supermärkte, zwischen Kleidungsstücken in Geschäften. Überall eben, wo es warm und feucht ist. Sie einfach zu zerquetschen ist nicht ratsam, denn abgesehen von der Schweinerei sollte man vermeiden, dass die Eier auf diesem Weg verstreut werden. Auch hier hilft der Elektroschock oder der wohldosierte Klaps.
Hundertfüßler
Hundertfüßler

Achtung: giftig. Schon lange hat uns keiner mehr beehrt, und das darf auch so bleiben.
1 Kommentar:
I totaly understand your issues, Monkeys try to break in our house. We don't have as many insects.
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